Work-Life-Balance? Ja, ok. Aber was ist TopSharing?  

Wenn Du das erste Mal auf unserer Webseite bist, fragst Du Dich jetzt vielleicht, was TopSharing überhaupt ist. TopSharing meint: Zwei Personen führen gemeinsam auf einer (Top-) Management- oder Spezialisten-Position. Es geht also um Jobsharing für Führungskräfte & Experten (in Teilzeit oder Vollzeit). Wir nennen es am liebsten Joint Leadership. 

Drei Aspekte, warum wir den Begriff Work-Life-Balance kritisieren

Zugegeben, wir finden den Begriff Work-Life-Balance ziemlich unpassend. Denn: Eigentlich sollte es nicht nur bei „Work“ und „Life“, sondern bei ALLEN Dingen, die einem wichtig sind (und für die man Lebens-Zeit einplant), doch immer auch darum gehen, diese in Balance zu bringen. Außerdem: Was bedeutet eigentlich Leben in diesem Sinn? Ist Arbeit nicht immer auch Leben? Doch dazu später mehr.

Bevor wir darauf eingehen, warum es für uns bei Pairforming höchst relevant ist, fassen wir zunächst kurz zusammen, was wir häufig kritisieren, wenn uns dieses Thema irgendwo über den Weg läuft:

1. Work-Life-Balance ist ein Mode-Thema

Wenn man bei der Internet-Recherche auch nur die wissenschaftlichen Ergebnisse für diesen Such-Begriff anzeigen lässt, werden über 110.000 Treffer angezeigt. Seit Jahren schaffen es immer wieder passende Ratgeber auf die obersten Plätze der Bestseller-Liste.

Burnout 

Und auch in den Unternehmen ist das Thema spätestens mit der Sensibilisierung für die Gefahren von Burnout auf die Tagesordnung gerutscht. Und das auch zu recht.

Work-Life-Balance: Alles ganz einfach?

Unternehmen entdecken dieses Thema verstärkt als wichtiges Handlungsfeld für ihre Personalpolitik. Einerseits aufgeschreckt durch steigende Burnout-Zahlen und das Bedürfnis, den eigenen Mitarbeitern Arbeitsbedingungen anzubieten, die sie gesund erhalten. Und andererseits, weil gerade die Generation Y und jüngere Arbeitnehmer heutzutage erwarten, dass mehr Flexibilität in den Arbeitsmodellen angeboten wird. Und das ist auch zunehmend bei älteren Mitarbeitern der Fall. 

Ursache für alle Probleme?

Mode-Themen bergen allerdings häufig die Gefahr, als Ursache für alle Probleme herangezogen zu werden. „Dir macht Dein Job keinen Spaß mehr? Schon mal daran gedacht, Deine Work-Life-Balance zu optimieren?“ hört man dann aus vielen Richtungen.

Und damit solche einfache Lösungsangebote auf eigentlich komplexe Fragen halbwegs passen, muss das Thema häufig so pauschalisiert und trivialisiert werden, dass die Ableitungen am Ende in etwa so aussagefähig sind wie Horoskope in der Tageszeitung.

Es werden also einfache Rezepte verkauft für Themen, die seriös betrachtet nicht so einfach zu lösen sind.

2. Negative Bewertung von Arbeit

Was uns noch stört an diesem Begriff, ist die tendenziell negative Bewertung, die „Arbeit“ dabei bekommt. Wir wollen nicht behaupten, dass „Arbeit“ nicht auch Mühe und Anstrengung bedeuten kann. Und ja, man sollte sich von „Arbeit“ auch regelmäßig erholen.

Aber gerade wer eine anspruchsvolle Tätigkeit hat, weiß, dass „Arbeit“ häufig Lebenserfüllung ist. Und dass „Arbeit haben“ oft eine Bedingung sein kann, um ein gesundes Leben zu führen. Und umgekehrt. Dass Arbeitslosigkeit oft zu emotionaler und psychischer Belastung sowie zu Krankheit führen kann.

Bitte kein Entweder-Oder!

3. Kein Entweder-Oder!

Unser dritter Kritikpunkt: Wir glauben nicht, dass das „Entweder-Oder-Denken“, das sich in dem Begriff Work-Life-Balance zeigt, noch den heutigen Lebensbedingungen entspricht. Und es verengt unseren Blick.

Die Menschen haben heute eine tiefe Sehnsucht danach, unterschiedlichste Präferenzen unter einen Hut zu bekommen. Dabei ist eine genaue Abgrenzung zwischen „Arbeit“ und „Leben“ gar nicht immer sinnvoll.

In der Arbeit die eigene Individualität ausleben

Menschen suchen in der „Arbeit“ vielleicht sogar häufiger die Möglichkeit, die eigene Individualität, ihre Stärken und Interessen auszuleben als früherUnd was anderes ist das als „Leben“?

Eine gute Balance für sich selbst zu finden ist bei weitem eben nicht so trivial wie der vereinfachende Begriff Work-Life-Balance uns glauben machen will.

Warum ist das Thema Work-Life-Balance dennoch relevant? 

Bei aller Kritik an diesem Begriff und an seinen zum Teil problematischen Auswirkungen denken wir, dass einige Aspekte dieser Diskussion dennoch besonders auch für Manager und Experten relevant sind.

Um eine Management Position gut ausfüllen zu können, ist es unter anderem sehr wichtig, sich regelmäßig selbst zu reflektieren. Dazu gehört auch:  

  • Sich über den Stellenwert der Berufstätigkeit Gedanken zu machen.
  • Darüber nachzudenken, was man tun muss, um die Batterien wieder aufzuladen.
  • Und zu überlegen, welche Dinge einem im Leben sonst noch wichtig sind. Damit man entsprechend „Platz“ im Terminkalender dafür reserviert.

Und daraus folgt, dass man die verfügbare Zeit an seinen eigenen Zielen ausrichten und entsprechend verteilen sollte. Wir sehen also auch hier, dass es um mehr gehen muss als darum, zwei angebliche Gegensätze („Arbeit vs. Leben“) gegeneinander aufzuwiegen.

Der Versuch einer Definition von Work-Life-Balance

Wir definieren Work-Life-Balance am liebsten so: Als eine „gesunde“ Balance aus Investition (z. B. Zeit, Engagement, Leistung, Disziplin) und Konsum, Gratifikation und Genuss (Kastner, 2010).

Oder:

  • ganz einfach als Balance von „Belastung und Ressourcen“
  • oder als Ausgewogenheit aus dem, was mich Energie kostet und dem, was mir Energie zuführt.

Arbeit ist nicht immer nur Belastung – Privates nicht nur Energie-Spender

Zu beachten ist, dass auch hier natürlich kein „Entweder-Oder“ gilt. Dinge, die mich belasten, können andererseits gleichzeitig Energie geben. Das gilt zum Beispiel für Arbeit, die erfüllend sein und Spaß machen kann. Und dann zugleich energiespendend ist. Und es gilt auch für Dinge, die eigentlich die Batterien wieder aufladen (Familie, Hobbies etc.), manchmal aber auch Kraft kosten können. 

Theoretisches Modell: Die Work-Life-Balance Wippe

Modell der Work-Life Balance Wippe von Kastner (2010, Seite 13)

Uns gefällt zum Beispiel die „Work-Life-Balance Wippe“ von Kastner (2010). Diese zeigt, dass

  • es keine allgemein gute und
  • keine allgemein schlechte Balance gibt.

SONDERN: Dass die Lösung immer sehr individuell ist.

Daneben steht die Wippe dafür, dass das Balancieren am Ende immer auch ein Prozess ist. Man erreicht sie dauerhaft also nicht, indem man einmalig schaut, was auszubalancieren ist und dann läuft’s immer automatisch durch.

Phasenweise gibt es nämlich immer wieder Imbalancen. Das ist völlig normal. In der Regel kann man solche temporären Imbalancen gut verarbeiten. Zumindest solange man sie irgendwann wieder ausgleicht und ein neues Gleichgewicht findet.

Forschungsergebnisse im Zusammenhang mit Work-Life-Balance

Warum beschäftigen wir uns also mit Work-Life-BalanceOder anders gefragt: Warum sollten gerade Menschen, die in einer anspruchsvollen beruflichen Rolle arbeiten, ihre Arbeit vielleicht etwas genauer als bisher unter die Lupe nehmen und bewerten?  

Bedeutung von Arbeit für das Leben von Menschen in anspruchsvollen Jobs 

Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass Arbeit für Menschen in höher bezahlten und anspruchsvollen Jobs mehr ist als nur ein Job. Für viele Menschen hat die Arbeit einen wichtigen Platz im Leben. Die beruflichen Netzwerke und das Eingebundensein in soziale Interaktion im Job ist für sie so bedeutsam, dass Arbeit damit häufig automatisch ein wichtiger Lebensinhalt ist und Sinn gibt. 

Untermauert wird diese Hypothese z. B. durch Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Arbeit, Verrentung und Lebenserwartung (Giesecke, 2019). Man hat dabei Daten der Rententräger ausgewertet. Festgestellt wurde, dass die Sterblichkeit nach dem Renteneintritt höher ist, wenn man zuvor einen besser bezahlten Job hatte und man mit dem Job zufrieden war.

“Mortality-increasing effects dominate when people retire from good jobs with high earnings, an activity change that can be associated with the loss of job prestige and social networks“ (Giesecke, 2019, S. 20).

In einem Forschungsprojekt der Universität Rostock wurde festgestellt: 

Die individuelle Lebenserwartung variiert (…) stark mit dem sozialen Status und der persönlichen Lebensführung“ (Kühntopf & Tivig, 2007, S. 1).

Eingebundensein in soziale Netzwerke

Auch wenn die Kausalzusammenhänge hier nicht wissenschaftlich untersucht wurden, könnte man Folgendes schlussfolgern:

Dass wir als Menschen unter anderem auch durch die Berufstätigkeit automatisch in soziale Netzwerke eingebunden sind, scheint für uns existenziell wichtig zu sein.

Und Menschen, die die Übergangsphase zum Renteneintritt so gestalten, dass es keine harten Veränderungen in ihren sozialen Aktivitäten und in ihrer Lebensführung allgemein gibt, erhöhen vielleicht ihre Chancen, ein paar Jahre länger etwas von der Rente zu haben. 

Ihnen gelingt, den “Sinn” aus der Arbeit in ihr “Privatleben“ zu transferieren. Oder eben ihre ganz persönliche Balance auch in der Rente gut zu gestalten.

Private, soziale Netzwerke? Nicht bis zur Rente warten!

Sinnvoll ist vermutlich auch, damit nicht bis zur Rente (oder kurz davor) zu warten. Sehr viel besser ist es, schon vorher darauf zu achten, dass man sich auch außerhalb einer beruflichen Rolle um soziale Kontakte und Netzwerke kümmert.

Die Work-Life-Balance bei der OECD

Dass sich auch die OECD mit dem Thema Work-Life-Balance auseinandersetzt, um den Lebensstandard zwischen Ländern zu vergleichen, zeigt ebenfalls die Relevanz. 

Im OECD Better Life Index werden die Lebensbedingungen in den OECD Ländern miteinander verglichen. Ein eigenes Kapitel ist dem Thema Work-Life-Balance gewidmet. Der Fokus liegt hier darauf, ob Arbeitnehmer ihr Arbeits- und Privatleben gut miteinander vereinbaren können. Mit dem Privatleben ist dabei meist das Familienleben gemeint.

Eine unausgewogene Balance, also nicht darauf zu achten, dass man genügend Freizeit hat, könne sich ungünstig auf die Gesundheit auswirken: 

„Je länger Menschen arbeiten, desto weniger Zeit haben sie zur freien Verfügung. Dabei ist Freizeit wichtig für das allgemeine Wohlbefinden und kann die physische und psychische Gesundheit stärken.“

Ein wesentlicher Aspekt der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist die bei der Arbeit verbrachte Zeit. Die vorliegenden Daten der Krankenkassen lassen darauf schließen, dass lange Arbeitszeiten:

  • die Gesundheit beeinträchtigen,
  • die Sicherheit gefährden und den Stress erhöhen.

Krank wegen Stress?

Dauerhafter Stress kann uns krank machen. Das belegen die Statistiken der Krankenkassen über die Ursachen von Krankschreibungen. Diese zeigen, dass die Krankheitstage aufgrund psychischer Erkrankungen deutlich zugenommen haben. Und damit rutschen diese auf Platz zwei der Diagnosegruppen. Der zunehmende Stress im Arbeitsalltag sei ein Grund für die Zunahme psychischer Erkrankungen. 

„Einen wichtigen Auslöser für psychische Erkrankungen sehen Fachleute darin, dass wir im Arbeitsalltag immer größerem Stress ausgesetzt sind“ (psyGA, 2019).

Eine Studie des Robert Koch Instituts kommt zu dem Schluss (Hapke, 2015):

Wenn die Häufigkeit und Intensität von Stressbelastungen dauerhaft die individuellen Ressourcen übersteigen, kann es zu einer chronischen Überforderung in Form von chronischem Stress kommen.

Chronischer Stress hat Auswirkungen auf Stoffwechsel, das Immun- und kardiovaskuläre System und beeinträchtigt die Schlafregulierung, Lern-, Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsprozesse und gilt als Risikofaktor für psychische Störungen.  

Work-Life-Balance: Arbeitsunfähigkeits-Tage in den Jahren 2007-2017 (Knieps & Pfaff, 2018)

Früher nicht richtig diagnostiziert?

Andererseits gibt es Experten, welche die Meinung vertreten, dass sich die Anzahl der psychischen Erkrankungen in den vergangenen Jahren nicht erhöht hat. Nur dass man früher psychische Erkrankungen nicht immer (richtig) diagnostiziert habe.

Eine mögliche Erklärung dafür: Es gab einen psychologischen Kulturwandel. Danach seien psychologische Zusammenhänge heute bekannter und psychische Störungen würden auch eher als solche (an)erkannt.  

„So hätten sich die Sensitivität auf Behandlerseite sowie die Sensibilität auf Patientenseite verbessert und würden heute zu einem häufigeren Erkennen psychischer Störungen im Versorgungsgeschehen führen  (Thom et al., 2019).

Daraus würde folgen, dass das Stressniveau objektiv gesehen gar nicht viel höher ist. Sondern dass sich möglicherweise (auch) das Bewusstsein dafür verändert hat.

Was auch immer die Ursache-Wirkungs-Beziehung nun sein mag: Handlungsbedarf gibt es so oder so 😉

Schlussfolgerung des Deutschen Resilienzzentrums

Auch das Deutsche Resilienzzentrum in Mainz nimmt auf die Erhebungen der Krankenkassen Bezug und schlussfolgert (Helmreich, Kunzler & Lieb, 2016, Seite 270):

 „Von 2000 bis 2013 ist die Zahl der Arbeitsunfähigkeiten und Krankschreibungen aufgrund psychischer Beschwerden und Erkrankungen immer weiter angestiegen und hat Platz drei unter den Gründen für Arbeitsunfähigkeiten erobert (nach Muskel-Skelett- und Atemwegserkrankungen (…). In unserer schnelllebigen Welt werden heutzutage oft eigene Bedürfnisse und die Warnsignale des Körpers und der Seele ignoriert, vor allem die Psyche nimmt dadurch leicht Schaden.“

 

Gute Nachrichten für Deine Work-Life-Balance

Besser mit Stress umzugehen, das eigene Belastungsniveau in einer gesunden Balance zu halten und allgemein widerstandsfähiger und resilient zu werden, lässt sich trainieren.

In unseren Tandem-Coachings orientieren wir uns an den Empfehlungen des Resilienzzentrums, sich hierfür verschiedene Stellschrauben anzusehen und diese ganz individuell zu justieren. Unter anderem die Aspekte

  • Aktives Coping,
  • Emotionsregulation
  • und Selbstwirksamkeit

haben sich als praktikabel und gleichzeitig als sehr wirkungsvolle Hebel erwiesen. Sie helfen, die eigenen Belastungen zu analysieren und eine gute Balance zu finden.

 

Work-Life-Balance Maßnahmen zur Beschäftigungsfähigkeit (HAYS & IBE, 2019)

Work-Life-Balance Maßnahmen, um Beschäftigungsfähigkeit zu sichern

Hays und das Institut für Beschäftigung und Employability – IBE (2019) haben Personen aus über 800 Unternehmen (davon 684 Führungskräfte) zu zentralen HR-Aspekten befragt.

In ihrem HR-Report 2019 stellen sie unter anderem fest, dass Maßnahmen zum Erhalt der Work-Life Balance ein wichtiges Instrument darstellt, um die Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeitern zu sichern.

Work-Life-Balance: Dringender Handlungsbedarf für Arbeitgeber

Gerade bei der Umsetzung von Maßnahmen, die die Work-Life-Balance verbessern sollen, scheint es trotz der hohen Bedeutung noch Handlungsbedarf zu geben. Laut Prof. Dr. Jutta Rump (Leiterin des IBE) sehen die Befragten hier sehr stark ihre Arbeitgeber in der Verantwortung, entsprechende Angebote zu schaffen.

Auch wenn hier ebenfalls die kausalen Zusammenhänge bisher nicht umfassend analysiert sind, ist es also nur verständlich, warum sich so viele Menschen mit der eigenen Work-Life-Balance beschäftigen.

Nicht nur,

  • weil dann vielleicht die Arbeit mehr Spaß macht. Das bedeutet ja meist auch einen Zugewinn an Lebensqualität.
  • Weil man sich selbst besser organisieren lernt und somit Zeit und Energie für andere Themen gewinnt.
  • Sondern weil man dann am Ende vielleicht sogar ein paar Jahre länger lebt.

Anforderungen an die modernen Manager und Managerinnen

Führungskräfte und Experten sind vielleicht heute mehr gefordert als noch vor 10-15 Jahren.

Mit der Digitalisierung, Agilität und den sich immer schneller vollziehenden Veränderungen (Stichwort VUKA-Welt) sind die Erwartungen an die Fähigkeiten und Kompetenzen an

  • die zeitliche Verfügbarkeit
  • und auch an die Reaktionsgeschwindigkeit in der Kommunikation exponentiell gestiegen.

Dass man sich also mit der eigenen verfügbaren Zeit und dem individuellen Zeitmanagement auseinandersetzen sollte, ist völlig naheliegend.

Wenn wir nun also Arbeit als Bestandteil von Leben verstehen, sollten wir uns nochmal genauer anschauen

  • was man wie miteinander in Balance bringen sollte
  • und vor allem, wo TopSharing einen innovativen Ansatz bieten kann, das gut hinzubekommen.

Wie trägt TopSharing dazu bei, die optimale Work-Life-Balance zu finden?

Du willst die wichtigsten TopSharing Fakten erfahren?

Dann melde Dich zu unseren TopSharing News an und Du erhältst zusätzlich den Zugang zu unseren TopSharing FactSheets für Tandem-Partner und Unternehmen.

Flexible zeitliche und inhaltliche Aufteilung der Aufgaben

 

Als TopSharer hast Du einen Partner bzw. eine Partnerin, der/die Dich durch eine flexible zeitliche und inhaltliche Aufgabenaufteilung dabei unterstützen kann, Deine persönliche Balance zu finden.

 

So wird es einfacher, Deine Vorstellungen von Berufstätigkeit und Karriere zu realisieren und dennoch genug Spannkraft und Zeit für Aspekte neben einer beruflichen Rolle zu haben.

 

Gemeinsam habt Ihr mehr Gestaltungs-Optionen als jeder für sich. Und der Verhandlungsspielraum zum Arbeitgeber hin erweitert sich, wenn man nach Lösungen sucht, um zum Beispiel:

 

  • kurzfristig eine zeitintensive Weiterbildung zu machen,
  • konkrete Projekte umsetzen
  • oder wenn man mehr Zeit für Freunde und Familie haben will. 

 

 

Verantwortung & Belastung auf 4 Schultern

 

Wenn man ganz ehrlich ist, sind viele (oder sogar die meisten?) Management-Jobs so anspruchsvoll, dass sie selbst für eine Vollzeit-Besetzung mit hoher Bereitschaft für Überstunden kaum zu bewältigen sind.

 

Es hört sich banal an. Doch mit einem TopSharing Modell lässt sich die Verantwortung auf vier Schultern verteilen. Und unsere Erfahrung aus so vielen Gesprächen mit Top Managern ist: Wer anfängt, die eigene zeitliche Verfügbarkeit selbst bestimmen zu wollen, spricht selten offen darüber. Denn wer das tut, dem unterstellt man offenbar in vielen Organisationen auch heute noch, nicht loyal und mit vollem Engagement dabei zu sein!

 

Man muss sich im TopSharing keine Entschuldigungen dafür überlegen, warum man nicht rund um die Uhr verfügbar sein kann oder will. Das organisiert man im Tandem. Und die Umgebung kommt so gar nicht erst auf komische Gedanken ;-).

 

    Hohe & sehr diverse Anforderungen in den Kompetenzen erfüllen

    Weil man zu zweit ist, kann man zudem die oft mit Management-Positionen und Experten-Rollen einhergehenden hohen Anforderungen an fachliche und überfachliche Kompetenzen besser erfüllen.

    Wenn man sich als Tandem Partner einen passenden Match aussucht, also jemanden, der einen auch ergänzt und von dem man lernen kann, ist es möglich, auch gemeinsam in eine Rolle hineinzuwachsen, für die man jetzt vielleicht alleine noch gar nicht die Voraussetzungen erfüllen würde.

    TopSharing kann dazu beitragen, die Resilienz und insgesamt die Arbeitszufriedenheit deutlich zu erhöhen!

    TopSharing ist also ein Arbeitsmodell, das Deine individuell optimierte Work-Life-Balance maßgeblich unterstützen kann, weil es unter anderem folgende (Neben-) Wirkungen haben kann:

    • Stress wird reduziert.
    • Resilienz wird optimiert.
    • Die Arbeit in und mit der gemeinsamen Rolle bringt neue Möglichkeiten der Sinngebung mit sich.
    • Das gegenseitige Sparring ermöglicht Lernen auf einem ganz anderen Niveau.

    Und all das sind Faktoren, die eine höhere Arbeitszufriedenheit mit sich bringen können.  

    TopSharing lohnt sich für den Arbeitgeber!

    Und dass sich der Blick auf das Thema Work-Life-Balance auch für die Arbeitgeber lohnt, versteht sich eigentlich von selbst.

    Mitarbeiter, die eine gesunde Work-Life-Balance leben, sind häufig auch zufriedener. Auch mit ihrer Rolle und mit ihrem Arbeitgeber.

    So bleiben sie nicht nur gerne länger im Unternehmen. Sie entwickeln sich auch zu positiven authentischen Markenbotschaftern für ihren Arbeitgeber.

    In Zeiten wie diesen, in denen soziale Medien eine so große Rolle spielen und die Glaubwürdigkeit eines Arbeitgebers durch die Kommentare der eigenen Mitarbeiter auf Bewertungsportalen gemessen wird, ist dies ein nicht zu unterschätzender Faktor. 

    UNSER FAZIT

    TopSharing kann sich positiv auf Deine Work-Life-Balance auswirken!

    Wir beobachten heute eine stärkere Durchlässigkeit der Arbeitsmodelle ganz allgemein.

    Ein Wechsel zwischen

    • Festanstellung,
    • Befristungen
    • und auch fachlicher Wechsel

    ist heute viel einfacher möglich als noch vor wenigen Jahren.

    Und die Zeit ist auch reif für ein Umdenken in dem, was als „zeitgemäße Führung“ angesehen wird.

    Die Chancen dafür sind gar nicht so schlecht: Nicht zuletzt aufgrund des immer stärker zutage tretenden Führungskräftemangels.

    Und auch weil Unternehmen zunehmend erkennen, dass gerade diese Flexibilität eine wichtige Kompetenz ist, die sie beim Wandel hin zu mehr Agilität unterstützen kann.

    Wir möchten Dich daher dazu ermutigen, die Dinge in Frage zu stellen, die als „normal“ gelten.

    Das was alle so machen, muss für Dich noch lange nicht die optimale Lösung sein. Die Suche danach ist zwar nicht trivial. Und manchmal braucht es Zeit und die richtige Inspiration (z. B. durch ein Tandem-Coaching!). Aber es lohnt sich.

    Würdest Du auch gerne im TopSharing arbeiten, weißt aber nicht, wie Du das Thema konkret angehen kannst?

    Und wir haben ja gelernt, dass Zufriedenheit mit der eigenen Arbeit in jedem Fall eine bessere Lebensqualität mit sich bringt und vielleicht am Ende sogar das Leben verlängern könnte.

    In diesem Sinne: Viel Spaß beim Pairformen! smile

    Katharina & Esther

     

    Quellen:

    Giesecke, M. (2019). The Retirement Mortality Puzzle: Evidence from a Regression Discontinuity Design. Ruhr Economic Papers #800. RWI 08/2019, abgerufen am 25.08.2019, von http://www.rwi-essen.de/publikationen/ruhr-economic-papers/1010/.

    Hapke, Ulfert (2015)Robert Koch Institut. Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland. Psychische Gesundheit in der Bevölkerung. Aktuelle Daten und Hintergründe. Abgerufen am 17.09.2019, von https://www.bfr.bund.de/cm/343/psychische-gesundheit-in-der-bevoelkerung-aktuelle-daten-und-hintergruende.pdf

    Hays, IBE (2019). HR-Report 2019. Zusammenfassung, Abgerufen am 26.08.2019, von https://www.hays.de/personaldienstleistung-aktuell/presse-mitteilung/presse-hr-report-2019.

    Helmreich, I., Kunzler, A., Lieb, K. (2016). Schutzschild gegen Stress. Im OP, 2016 (6), 270–274. Abgerufen am 30.08.2019, von https://www.drz-mainz.de/files/2017/11/06_FINAL_Helmreich_Artikel-IM-OP_Resilienz-_-Schutzschild-gegen-Stress.pdf.

    Kastner, M. (2010). Work-Life Balance für Extremjobber. In Kaiser, S. & Ringlstetter M. J. (Hrsg.), Work-Life Balance. Erfolgversprechende Konzepte und Instrumente für Extremjobber. (S. 1–28). Heidelberg, New York: Springer.

    Kühntopf, S., Tivig, T. (2007). Länger arbeiten, länger leben? Paper des Instituts für Volkswirtschaftslehre, Universität Rostock. Abgerufen am 25.08.2019, von https://www.wiwi.uni-rostock.de/fileadmin/Institute/VWL/VWL-Institut/Poster/PDF/Poster_Stephan_01.pdf.

    Knieps, F., Pfaff, H. (Hrsg.) (2018). BKK Gesundheitsreport 2018. Arbeit und Gesundheit. Generation 50+. Zahlen, Daten, Fakten mit Gastbeiträgen aus Wissenschaft, Politik und Praxis. Abgerufen am 17.09.2019, von https://www.bkk-dachverband.de/publikationen/bkk-gesundheitsreport.html.

    OECD (2019). Better Life Index. Abgerufen am 26.08.2019. von http://www.oecdbetterlifeindex.org/de/countries/germany-de/.

    psyGA (2019). Ein Angebot der Initiative Neue Qualität der Arbeit. Daten und Fakten. Abgerufen am 06.09.2019, von https://www.psyga.info/psychische-gesundheit/daten-fakten. 

    Thom, J., Bretschneider, J., Kraus, N., Handerer, J., Jacobi, F. (2019). Versorgungsepidemiologie psychischer Störungen. Warum sinken die Prävalenzen trotz vermehrter Versorgungsangebote nicht ab? Abgerufen am 17.09.2019, von http://psychologische-hochschule.de/wp-content/uploads/2019/01/Thom_Versorgungsepidemiologie_bgbl_2019.pdf. 

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